Peter Lehmann gehört seit einem halben Jahrhundert zu Ehringshausens Brandschützern


Ehringshausen (dk). Seit fünf Jahrzehnten hält Peter Lehmann dem Ehringshäuser Feuerwehrverein die Treue. Diese und weitere Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder stand im Mittelpunkt der
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ehringshausen, zu dem die Brandschützer der Dillgemeinde im Ehringshäuser Feuerwehrstützpunkt zusammenkamen.Im Vorfeld der Versammlung hatten bereits die Feuerwehrfrauen- und Männer der Einsatzabteilung getagt und Führungsposten innerhalb ihrer Reihen besetzt.
So wählten die Einsatzkräfte unter der Leitung von Wehrführer Michael Heinemann erstmals einen weiteren Stellvertreter Christian Claas an die Seite seines bisherigen Stellvertreters Franko Pisa, so dass der 35-köpfige Einsatzabteilung zukünftig ein Führungstrio voransteht. Darüber hinaus übernahm Lukas Krenn aus den Händen Tim Öhlschlegels, der nach 12 Jahren Jugendarbeit in Ehringshausen zukünftig als Vize-Gemeindejugendfeuerwehrwart für die Jugendarbeit auf Gemeindeebene mitverantwortlich sein wird, das Amt des Jugendwartes.
Zu Beginn der anschließenden Jahreshauptversammlung legte die Vereinsspitze Rechenschaft über das abgelaufene Jahr ab. Den Anfang machte der Vorsitzende des 259 Mitglieder starken Feuerwehrvereins Frank Pisa. In seinem Rückblick spiegelte sich die die rege Beteiligung der Brandschützer am kulturellen Leben Ehringshausens wieder. Nicht nur am Umwelttag der Gemeinde
Ehringshausen oder an Veranstaltungen befreundeter Ortsvereine wurde mit angepackt, auch beim Grillnachmittag und Grenzgang wurde in den eigenen
Reihen die Kameradschaft gepflegt. Abschließend hob das Vereinsoberhaupt die wichtige Aufgabe der fördernden Vereinsmitglieder hervor. "Aus Vereinsmitteln konnten für die Einsatzkräfte neben Spezialhandschuhe für den technischen Hilfeleistungseinsatz im Wert von rund 1450 Euro auch zwei Akkulampen angeschafft werden", betonte Pisa. Darüber hinaus stellte sein Vize Jens Hagner am Ende der Versammlung eine "Flutbox" vor, welche Dank der Spende der Freien evangelischen Gemeinschaft gleich zwei Mal angeschafft werden konnte. "Diese Komplett-Box mit Pumpe und Schlauchmaterial bekommen Betroffene von uns zur Verfügung gestellt, die einen Wassereinbruch im Keller haben", erklärt Hagner und fügt hinzu, dass die Feuerwehr nach einer
kurzen Einweisung wieder schnell einsatzbereit ist. Den Worten Pisas schloss sich Wehrführer Michael Heinemann an, deren Einsatzkräfte im vergangenen Jahr zu 51 Notlagen ausrückten, wo sie 12 Mal dem roten Hahn zu Leibe rückten und zu 21 Technischen Hilfeleistungseinsätzen, wie zum Beispiel Verkehrsunfälle, überflutete Keller oder auch zur Suche einer übergroßen Spinne in einem öffentlichen Gebäude, ausrückten. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein fanden 27 Übungsdienste statt, wo 1193 Übungsstunden geleistet wurden. "Neben unseren
Schulungsabenden wurden wir an drei themenbezogenen Ausbildungstagen durch Fachreferenten geschult", zählte Heinemann auf und dankte allen ehrenamtlichen Helfern für das Geleistete zum Gemeinwohl. Abschließend richtete der Wehrführer mahnende Worte an die politisch Verantwortlichen, trotz Kostendruck und Probleme mit Arbeitgebern die Struktur des Ehrenamtes
zu erhalten. "24 Stunden und sieben Tage die Woche hören sich an wie ein modernes Märchen in der Servicewüste, ist für die Aktiven aber Realität", so Heinemann.
Eine positive Bilanz der zehnköpfigen Jugendfeuerwehr zog der ehemalige Jugendwart Tim Öhlschlegel. Der Feuerwehrnachwuchs sammelte erstmals gemeinsam mit den Jugendfeuerwehrlern aus Dillheim ausgediente Weihnachtsbäume ein, nahmen an dem im vergangenen Jahr von der Jugendfeuerwehr Ehringshausen-West ausgerichteten "Spiel ohne Grenzen" teil,
boten im Rahmen des Ferienprogramms einen abwechslungsreichen Nachmittag und führten gemeinsam mit den Dillheimer Jugendfeuerwehrler nicht nur einen
24-stündigen "Berufsfeuerwehrtag", sondern auch eine Stationsausbildung zum Thema Erste-Hilfe. Letzte Aktion unter der Leitung Öhlschlegels war dann der Jahresabschluss im Dillheimer Backhaus, wo die Nachwuchsbrandschützer in geselliger Runde Kinderpunsch und Pizza genossen. Über die noch kleineren der Kinderfeuerwehr berichtete Kinderfeuerwehrwartin Christa Zell. Auch die elf Feuerwehrkleinsten blicken neben dem spielerischen Erlernen der Grundlagen des Feuerlöschwesens auf ein Jahr voller Aktivitäten zurück. Höhepunkt war neben dem Erwerb des "Streichholzführerscheins", hier galt es einen sicheren Umgang mit Kerzen und offenem Feuer unter Beweis zu stellen, auch das Sommerfest mit der Abnahme der Jugendtatze der Stufen 1 - 3, der ersten offiziellen altersbezogenen Leistungsauszeichnung einer Feuerwehrkarriere. "Für die Stufe 4 besuchten wir im August die Abnahme durch den Feuerwehrverband
Wetzlar in Werdorf", so Zell und freute sich, dass alle die mitgemacht haben am Ende auch die Auszeichnung in den Händen halten konnten. Ein weiter Tagesordnungspunkt war die Auszeichnung langjähriger Vereinsmitglieder. Der Vereinsvorsitzende und sein Vize Jens Hagner zeichneten Peter Lehmann aus, der seit fünf Jahrzehnten dem Feuerwehrverein
die Treue hält.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Oliver Roth, für 30 Jahre im Verein Horst Schimek und Michael Bernhardt, sowie für 25-jährige
Vereinszugehörigkeit Dieter Küster geehrt. In Abwesenheit wurden Hans-Jürgen Schmidt (50 Jahre), Willi Nagel und Thomas Schober (40 Jahre), Peter Bienert
und Christian Leng (30 Jahre) und für 25 Jahre im Verein Lutz Bellersheim, Bernd Bellersheim, Johanna Beltz, Michael Bernhardt, Erhardt Diehl, Silvio Drechsler, Robert Griebenow und Klaus Kubitschek ausgezeichnet.

Text: D. Krause

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